Sarah Connor

Sarah Connor

Sarah Connor ist seit über 10 Jahren aus der deutschen Poplandschaft nicht mehr wegzudenken – mit fünf Nummer-1-Hits und über 7 Millionen verkauften Tonträger ist die gebürtige Delmenhorsterin einer der erfolgreichsten Sängerinnen der letzten Jahre. Ihr neues Album „Muttersprache“ stürmte direkt auf Platz 1 der deutschen Albumcharts.<br> Mehr anzeigen

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Biographie

Sarah Connor (* 13. Juni 1980 in Hamburg, bürgerlich Sarah Lewe) ist eine deutschen Pop- und Soulsängerin sowie Songschreiberin, die in englischer Sprache singt. Mit weltweit über 15 Millionen verkauften Tonträgern gehört sie zu den derzeit erfolgreichsten deutschen Sängerinnen.


Musikalischer Werdegang

Jugend und musikalische Anfänge als Sarah Gray

Connor wurde als Sarah Lewe am 13. Juni 1980 in Hamburg als ältestes Kind von Michael Lewe, einem Werbetexter aus New Orleans und seiner Frau Soraya Lewe-Tacke, ein ehemaliges Model und Hausfrau, geboren. Sie hat insgesamt sieben Geschwister. Die fünf direkten Geschwister Anna-Maria, Marisa, Robin, Sophia-Luisa (Spitzname: Lulu) und Valentina stammen aus der Beziehung ihrer inzwischen geschiedenen Eltern. Aus der anschließenden Ehe ihrer Mutter mit dem Arzt Jürgen Tacke stammen Connors Halbgeschwister Mick und Lex. Die Zwillinge kamen 2008 zur Welt.

Connor wuchs mit Soul-Musik auf und sang bereits mit sechs Jahren in einem Hamburger Gospelchor. Zur gleichen Zeit begann sie Streetdance-,Hip-Hop- und Jazzkurse zu belegen. Mit acht zog sie nach Delmenhorst, Niedersachsen. Später besuchte sie das Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst, wo sie als Schwerpunkt das Fach Musik belegte. Nebenbei nahm sie noch an der örtlichen Musikschule Unterricht, wo sie eine klassische Ausbildung in Tanz, Theater und Klavier erhielt. Mit 15 Jahren sang Connor im Schulmusical Linie 1, wo sie im Delmenhorster Theater Kleines Haus die Rolle der Sunny verkörperte. Nach der Schule machte Connor ein Medienpraktikum und war bei RTL für Big Brother und für Die Oliver Geissen Show tätig. 1997 trat ihr Idol Michael Jackson während seiner HIStory-Tour zweimal in Bremen auf. Beim ersten Konzert sang sie mit ihrer Schwester Anna-Maria dort im Kinderchor zu den Titeln Earthsong und Heal the World.

Connor schickte ihr allererstes Demo-Tape, auf dem sie ein Lied von Michael Jackson sang, an Martin Scholz, einem Mitglied der örtlichen Boygroup Touché. Beide wurden ein Paar und im Juli 1998 trat sie als Sarah Gray im Vorprogramm von Touché bei einem Konzert in Delmenhorst auf, wo sie die Lieder Only You and Ula La Ula aufführte. Sie erreichte regionale Bekanntheit als Sarah Gray, wobei der Nachname auf ihren Großvater, einem irisch-amerikanischen Jazz- und R&B-Pianisten, zurückgeht. Zusammen mit Marc van Linden nahm sie im Jahr 1998 den Titel Last Unicorn auf. Nachdem die Demo-CD abgelehnt wurde, veröffentlichte Sony Music Entertainment den Titel mit der hauseigenen Künstlerin Juliette und landete einen Hit. Im Dezember 1999 veröffentlichte sie beim Label Villa Entertainment die Single This Christmas, die jedoch den Sprung in die Charts verfehlte. Von 1999 bis 2001 produzierte Connor einige Demo-CDs in der Nähe von Hannover. Die große Plattenfirmen lehnten Connor jedoch ab, oft mit der Begründung ihre Stimme sei zu ähnlich mit der damals sehr erfolgreichen Mariah Carey. Unglücklich mit ihrem Management trennte sie sich von ihrem ersten Manager, der gleichzeitig auch Touché betreute und tat sich mit dem Künstlermanager Carlo Vista zusammen. Im Herbst 2000 unterzeichnete sie bei der Sonytochter X-Cell einen Vertrag. Der Gründer von X-Cell, George Glueck, war durch eine Gesangsaufnahme von Leise rieselt der Schnee, die sich auf ihrer Single This Christmas befand, auf die damals 19jährige aufmerksam geworden. Daraufhin brach Connor die Schule ab und zog von zuhause aus. Um den Künstlernamen einprägsamer und internationaler zu gestalten wurde dieser von Sarah Gray auf Sarah Connor geändert. Zusammen mit Produzenten Kay Denar und Rob Tyger arbeitete sie ein halbes Jahr an ihrem Debüt. Gemanagt wurde Connor weiterhin von Carlo Vista, der auch für den amerikanischen R&B- und Hip-Hop-Sänger TQ als Gastsänger zur ersten Single sorgte.

2001–2003: Musikalischer Durchbruch

Das Musikvideo zur Debüt-Single Let’s Get Back to Bed Boy drehten Connor und TQ in Vancouver. Die Single wurde zu Connors musikalischen Durchbruch. Let's Get Back to Bed, Boy! wurde im Mai 2001 veröffentlicht und schaffte es in vier Ländern in die Top 10 und stieg in den UK-Charts auf Platz 16 ein. Hierfür erhielt Sarah Connor vom Musiksender VIVA den Comet in der Kategorie Newcomer National. Im August 2001 folgte die zweite Single French Kissing. Mit der dritten Single From Sarah With Love schaffte sie es erstmals auf Platz 1 der deutschen Charts. Drei Wochen später erschien das Debüt-Album Green Eyed Soul, welches auf Platz 3 der deutschen Albumcharts einstieg und innerhalb einer Woche Goldstatus erreichte. Im Juni 2002 folgte Connors erste Tournee, die Green Eyed Soul Tour, die 15 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasste.

Nur zehn Monate nach dem Debütalbum erschien am 30. September 2002 Connors zweites Album Unbelievable. Als Vorabsingle wurde am 2. September 2002 One Nite Stand (Of Wolves and Sheep) veröffentlicht, bei der Wyclef Jean als Gastmusiker mitwirkte. Es konnte sich auf Platz 5 der deutschen Single-Charts platzieren. Das Album Unbelievable erreichte Platz 10 der deutschen Media Control-Albumcharts und erlangte innerhalb von 48 Stunden Goldstatus. Mit Skin on Skin, He’s Unbelievable und Bounce wurden drei weitere Singles aus dem Album ausgekoppelt.

Am 24. Januar 2003 wurde im „Alten Kesselhaus“ in Düsseldorf die Live-DVD Sarah Connor Live in Concert – A Night to Remember: Pop Meets Classic zusammen mit dem Vision-Symphonie-Orchester aufgenommen. Veröffentlicht wurde sie im Oktober 2003, als Bonustrack war eine Coverversion des Beatles-Hits Yesterday enthalten.

Im März 2003 verlieh ihre Heimatstadt Delmenhorst an Connor den eigens für sie geschaffenen, symbolischen Titel der „Ehrenbotschafterin“.

Connors drittes Album Key to My Soul erschien am 17. November 2003 und enthielt die beiden veröffentlichten Singles Music Is the Key (feat. Naturally 7) und Just One Last Dance (feat. Natural). Beide Singles konnten sich auf Platz 1 der deutschen Single-Charts platzieren. Die A-cappella-Gruppe Naturally 7 begleitete Connor auf einer Werbetour während ihrer ersten Schwangerschaft. Natural war die Band ihres späteren Ehemanns Marc Terenzi.

2004–2006: Internationale Erfolge

2004 stieg Connors Lied Bounce, das sie schon 2003 in Deutschland veröffentlicht hatte, in die US-amerikanischen Verkaufscharts ein. Anschließend veröffentlichte sie das Album Sarah Connor, welches Lieder aus den bisher erschienenen drei Alben enthält, in den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Neuseeland. In Japan wurde stattdessen das Album Bounce veröffentlicht. Für ihre internationalen Erfolge wurde Connor im September 2004 in Las Vegas mit dem World Music Award in der Kategorie World's Best-selling Artist/Germany ausgezeichnet.

Am 19. November 2004 erschien die Ballade Living to Love You, mit der sich die Sängerin zum dritten Mal in Folge auf Platz 1 der deutschen Single-Charts platzieren konnte.

Am 27. Januar 2005 wurde Connor im Deutschen Theater München mit dem DIVA-Jurypreis (Deutscher Entertainment Preis) als Music Artist of the Year ausgezeichnet. Am 9. Februar erhielt sie außerdem die Goldene Kamera in der Rubrik Pop national.

Mit der Single From Zero to Hero, die auch Titelmelodie des Red Nose Day war, schaffte Connor es im März 2005 zum vierten Mal hintereinander an die Spitze der deutschen Singlecharts. In dem Film Robots, der am 17. März 2005 in die Kinos kam, sprach sie den Roboter Cappy. Am 21. März 2005 folgte Connor ihr viertes Studio-Album Naughty But Nice. Am gleichen Tag gewann sie den Goldenen Bravo Otto in der Kategorie Super Sängerin International. Auch das Album stieg direkt auf Platz 1 der Album-Charts ein und Sarah Connor besetzte in der Woche die Spitze der deutschen Album- und Singlecharts. Bereits in den ersten 48 Stunden konnte sich das Album über 100.000 Mal verkaufen und erreichte damit Goldstatus. Naughty but Nice wurde sehr erfolgreich und wurde in Deutschland und der Schweiz mit Platin und mit Gold in Österreich ausgezeichnet. Es verkaufte sich mehr als 300.000 Mal.

Aufsehen erregte Sarah Connor, als sie am 31. Mai 2005 bei der Eröffnungsfeier der Münchner Allianz-Arena die Deutsche Nationalhymne mit einer falschen Textzeile sang. Anstatt „Blüh’ im Glanze dieses Glückes“ sang Connor „Brüh’ im Lichte dieses Glückes“.

Am 25. Juni 2005 startete die die 9-teilige Promi-Doku Sarah & Marc in Love, in der man Connor und Terenzi bei einer Zeremonie, die einer kirchlichen Hochzeit nachempfunden wurde, mit der Kamera begleitete. Die Trauung fand am 18. August 2005 am Strand von Altafulla in Katalonien statt. Am 6. Oktober 2005 wurde Connor mit dem Comet als beste Künstlerin ausgezeichnet. Von Oktober bis November 2005 stellte Connor die Lieder des Albums live auf ihrer Naughty but Nice-Tour vor, die 23 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasste.

Am 18. November 2005 brachte Connor ihr Weihnachtsalbum Christmas in My Heart auf den Markt, am gleichen Tag erschien auch die gleichnamige Singleauskopplung. Sowohl die Single als auch das Album erreichten in den deutschen Charts Platz 4. Ein Jahr später, am 24. November 2006 erschien eine Neuauflage des Weihnachtsalbums mit dem zusätzlichen Song The Best Side of Life, der am gleichen Tag auch als Single auf den Markt kam. Das von Marc Lennard und Jojo HF geschriebene und von Rob Tyger und Kay Denar produzierte Lied wurde zwei Jahre lang als offizieller Song zur Weihnachtswerbung von Coca-Cola verwendet und auch ProSieben verwendete 2006 das Lied in ihren Weihnachtstrailern. Am 1. Dezember 2006 erschien eine Live-DVD, die mit dem Titel Christmas in My Heart das Thema des 2005er Weihnachtsalbums aufgriff.

2007–2009: Veröffentlichung von Soul-Klassikern und Wechsel zur Dance-Musik

Am 30. März 2007 erschien Connors fünftes Album Soulicious, auf dem bis auf zwei selbst geschriebene Titel nur Coverversionen enthalten sind. Eine von diesen ist die erste Singleauskopplung The Impossible Dream (The Quest) aus dem Musical Der Mann von La Mancha. Connors Version wurde als offizieller Song zum Comeback des Boxers Henry Maske verwendet. Am 29. Juni 2007 folgte die zweite Single Sexual Healing. Als Gastsänger konnte der US-amerikanische R&B-Sänger Ne-Yo gewonnen werden, den Connor während ihrer Arbeit an Soulicious im März 2007 in Berlin kennengelernt hatte.

Am 22. August 2008 erschien Connors sechstes Album Sexy As Hell, das es – unterstützt durch die Fortsetzung der Doku-Soap, die diesmal unter dem Titel Sarah & Marc crazy in Love auf ProSieben lief – in der ersten Woche auf Platz drei der deutschen Albumcharts schaffte. Zum ersten Mal ist eines ihrer Alben der Dance-Musik zuzuordnen. Die erste Single-Auskopplung Under My Skin erreichte Platz vier der deutschen Singlehitparade. I Kiss It Away wurde die zweite und letzte Singleauskopplung und ist Connors Tochter gewidmet, die mit einem Loch im Herzen zur Welt kam und kurz nach der Geburt operiert werden musste. Die Single erreichte Platz 21 der deutschen Singlecharts. Auf der Sexy as Hell-Tour stellte Connor in 29 deutschen Städten von Februar bis April 2009 die Lieder des Albums live vor.

Im März 2009 erschien der Song Takin’ Back My Love, den Connor für die Veröffentlichung in Deutschland zusammen mit Enrique Iglesias aufnahm. Die mit Connor veröffentlichte Version befindet sich auch auf der Deutschland-Ausgabe von Enrique Iglesias’ Greatest-Hits-Album.

Am 29. Mai 2009 erhielt Connor den VIVA-Comet in der Rubrik Beste Künstlerin. Im Herbst 2009 warb Connor für Slipeinlagen der Firma Procter & Gamble, für den sie das Lied Standing on Top of the World veröffentlichte.

2010: Jurorin bei X Factor und achtes Studioalbum Real Love




Hinweis:


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