Linkin Park
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Biographie

Linkin Park ist eine im Jahr 1996 in Los Angeles gegründete Band, die zumeist dem Crossover oder Nu Metal zugeordnet wird. Hohe Chartplatzierungen unter anderem in den USA und Deutschland, massives Airplay, verschiedene gewonnene Musikpreise und anhaltende Unterstützung durch Massenmedien und Fans sind die Gründe dafür, dass Linkin Park heute als eine der bekanntesten und bestverkaufenden Rockbands gilt.
Werdegang
Entstehung und Namensänderung (1991 – 1999)
Mike Shinoda und Brad Delson kannten sich schon aus der Highschool. Ein 1991 gemeinsam besuchtes Konzert der Thrash-Metal-Band Anthrax zusammen mit der Hip-Hop-Gruppe Public Enemy sollte das Schlüsselerlebnis für die Gründung einer Band sein.
Shinoda und Delson holten sich infolgedessen Rob Bourdon als Schlagzeuger hinzu, später stieß Joseph Hahn – der mit Shinoda Kunst studierte – zur Band. David Farrell, ein Mitbewohner von Delson, komplettierte die Band vorläufig. Sänger der Band war zuerst Mark Wakefield, der allerdings nach dem Einspielen einer Demo die Band wieder verließ. Die Bandmitglieder suchten nach einem wandlungsfähigen Nachfolger, den sie über Delsons Kontakt zu Jeff Blue in Chester Bennington fanden. Sie baten ihn, ihr Demo einzusingen und Bennington schloss sich drei Tage lang in einem kleinen Studio ein, um dies zu tun. Er spielte der Band das Demo über Telefon vor und wurde so Mitglied der Band. Bennington kündigte seine Arbeit und zog mit seiner Frau von Arizona nach Kalifornien, um sich voll auf die Band konzentrieren zu können.
Linkin Park hießen bei ihrer Gründung 1996 noch Xero. Erst nach dem Hinzukommen von Bennington im Jahre 1998 benannte man sich in Hybrid Theory um, was später der Titel des ersten Albums werden sollte. Aufgrund möglicher rechtlicher Probleme (es existierte schon eine andere Band unter diesem Namen) wurde eine zweite Umbenennung vorgenommen und man einigte sich auf Linkin Park.
Dieser Name geht auf den Lincoln Park in Santa Monica zurück, welcher heute aber eine andere Bezeichnung trägt. Aufgrund der Tatsache, dass es unzählige Lincoln Parks in den USA gibt, wurde die anfangs überregional unbekannte Band laut eigener Aussage häufig für eine neue Nachwuchsgruppe aus der Gegend gehalten und kam auf diese Weise schnell zu Aufmerksamkeit.
Die Abwandlung der Schreibweise in Linkin Park war rein pragmatischer Art, denn die Band wollte sich eine .com-Domain sichern. Erleichtert wurde diese Entscheidung dadurch, dass man Lincoln Park in Kalifornien tatsächlich wie Linkin Park ausspricht.
Erstes Album und schnelle Erfolge (1999 – 2002)
Die noch Hybrid Theory benannte Band nahm 1999 ihre erste EP mit dem Titel Hybrid Theory EP auf, welche heute als Sammlerstück gilt, da sie aus rechtlichen Gründen nie veröffentlicht wurde. Nach der Umbenennung in Linkin Park bekam die Band einen Plattenvertrag von Warner Brothers/WEA angeboten, welchen sie annahmen.
Die aus dem Album Hybrid Theory stammende erste Singleauskopplung One Step Closer der bis dahin unbekannten Band wird zu einem riesigen Erfolg: Schon vier Wochen vor ihrer offiziellen Veröffentlichung läuft der Song bei allen US-Major-Radiosendern auf Heavy Rotation. One Step Closer wurde außerdem zum Soundtrack des Filmes "Das Experiment" erschienen bei WEA. Das Album schaffte es im Zuge dessen direkt in die Top 20 der Billboard-Charts und wurde schon nach drei Wochen vergoldet. Auf der folgenden Tour als Vorband für die Deftones konnten Linkin Park auch vor großem Publikum überzeugen und erhielten wohlwollende Kritiken.
Im Spätsommer 2001 ging die zweite Single Crawling bis auf Platz 14 der deutschen Charts und verhalf so der Band zu ihrer ersten europäischen Headliner-Tour.
Wegen ihres Erfolges sollten Linkin Park gleich die großen Festivals spielen. Bevor es jedoch dazu kam, erkrankte Chester Bennington und die Konzerte mussten kurzfristig ausfallen. Als Grund für die ungeplante Pause stellte sich eine Fehlfunktion des Zwerchfells heraus, wodurch Magensäure in die Speiseröhre des Sängers gelangte und bei diesem während des Singens zu Übelkeit führte. So fielen auch die angesetzten Termine bei Rock am Ring und Rock im Park aus. Nach einer geglückten Operation konnte der Sänger wieder auftreten.
Alleine von ihrem Debüt Hybrid Theory konnten Linkin Park über 15 Millionen Einheiten absetzen, davon weit mehr als 500.000 Stück in Deutschland.
Reanimation und Meteora (2002 – 2005)
Im Jahr 2002 veröffentlichte die Band das Album Reanimation, ein hauptsächlich auf Hybrid Theory basierendes Remix-Album. Auf vielen Liedern kollaborierte Linkin Park mit anderen Musikern und Rappern. Die Namen der einzelnen Lieder leiteten sich von den Namen ihrer Vorlagen her, so wurde z.B. aus Forgotten der Titel Frgt/10
Im Jahre 2003 erschien mit Meteora das zweite Studioalbum, das zu einem der erfolgreichsten Alben 2003 avancierte. Im selben Jahr ging Linkin Park mit Metallica auf Tour, eine Live-DVD/-CD mit dem Namen Live in Texas erschien. Linkin Park legten im Folgenden eine kurze Pause ein, in welcher sich einzelne Bandmitglieder auf verschiedene Nebenprojekte konzentrierten: So veröffentlichte beispielsweise Mike Shinoda mit Fort Minor ein Hip-Hop-Album
Im Rahmen der Reihe MTV Mash Up entstand 2004 ein gemeinsames Projekt mit Rapper Jay-Z. Auf dem erschienenen Album Collision Course wurden jeweils verschiedene Lieder der beiden Künstler miteinander verwoben. Das Video zum mit einem Grammy ausgezeichneten Lied Numb/Encore wurde beim New Yorker Konzert gedreht.
Minutes to Midnight (2005 – 2008)
Im Dezember 2005 bestätigte Bandmitglied Mike Shinoda, Co-Produzent von Linkin Parks drittem Studioalbum zu sein. Als Hauptproduzent fungiert Rick Rubin.
Im August 2006 traten Linkin Park als Vorband von Metallica auf dem „Summer Sonic“-Festival in Japan auf. Sie stellten dabei das bislang unveröffentlichte Lied Qwerty und Reading My Eyes (vom Xero-Mixtape) vor. Diese Lieder sind bis heute nur über den rein für Fanclubmitglieder erhältlichen Sampler Linkin Park Underground V6.0 erhältlich.
Das Album Minutes to Midnight erschien in Deutschland am 11. Mai 2007, mit What I've Done wurde vorab zum 4. Mai eine Maxi weltweit veröffentlicht. Das Album zeigt die Band, wie zuvor mehrmals angekündigt, stilistisch stark verändert. Die Nu-Metal- und Crossoverelemente sind nur noch sporadisch zu vernehmen und die Musik geht insgesamt mehr in Richtung Alternative Rock. Der sonst charakteristische Wechselgesang zwischen Bennington und Shinodas Raps ist ebenso gewichen und wird nur noch auf einem einzigen Lied (Bleed It Out) derart eingesetzt. Die Texte der neuen Lieder setzen sich auch mit aktuellen politischen Geschehnissen auseinander, so wird in Hands Held High der Irakkrieg kritisiert, in The Little Things Give You Away das Verhalten der US-amerikanischen Regierung beim Hurricane Katrina angeprangert, No More Sorrow richtet sich gegen George W. Bush.
Im Sommer 2007 spielten Linkin Park unter anderem als Headliner auf den Festivals Rock am Ring, Rock im Park und dem Live-Earth-Konzert in Chiba (Japan). Aus einer Kollaboration mit Busta Rhymes entstand das Stück We Made It, das als Promo-Single für dessen Album Back on My B.S. veröffentlicht wurde, auf dem Album selbst jedoch nicht zu hören ist.
In einem Interview mit dem Rolling Stone gab Mike Shinoda bekannt, dass ihr viertes Studioalbum in Arbeit sei und voraussichtlich 2010 erscheinen wird. Wie der Vorgänger Minutes to Midnight wird auch dieses Album von Rick Rubin produziert.
Am 18. Mai 2009 erschien die Maxi New Divide als Titellied zum Film Transformers – Die Rache. Bereits zum ersten Transformers-Film steuerten Linkin Park das Lied What I've Done bei.
Zum Erdbeben in Haiti 2010 steuerten Linkin Park den Titel Not Alone dem Album Download to Donate bei.
A Thousand Suns (2008 - 2011)
Im Jahre 2009 veröffentlichte Linkin Park das Album Songs from the Underground. In diesem Album erschien auch der Song QWERTY, der vorher nur für Mitglieder des Fanclubs Linkin Park Underground erhältlich war. Am 18. Mai 2009 erschien die Maxi New Divide als Titellied zum Film Transformers – Die Rache. Bereits zum ersten Transformers-Film steuerten Linkin Park das Lied What I've Done bei. Zum Erdbeben in Haiti 2010 steuerten Linkin Park den Titel Not Alone dem Album Download to Donate bei.
Am 10. September wurde das erneut von Rick Rubin und Mike Shinoda produzierte Album A Thousand Suns veröffentlicht. Anfang August erschien mit The Catalyst die erste Vorab-Single. Am 2. September verschickten Linkin Park exklusiv den Song Wretches and Kings an alle Leute, die das Album über die offizielle Webseite vorbestellt hatten. Zudem wurde am 3. September die zweite Single Waiting for the End angekündigt, die ab 7. September im Radio zu hören war.
Vierte Single und gleichzeitig der Titelsong zu Transformers 3 wurde Iridescent. Zudem traten sie am 4. Juli bei dem iTunes Festival 2011 auf, wovon sie dann auch auf iTunes eine EP veröffentlichten. Bei dem Auftritt spielten sie auch den Song Rolling in the Deep von Adele.
Living Things And Recharged (2011 - 2013)
Im Juni 2011 kündigte Chester Bennington an, dass an einem weiteren, fünften Studioalbum gearbeitet werde. Dem Magazin Kerrang! erzählte er, dass für jenes wieder eine neue musikalische Stilrichtung angestrebt wird. Seiner Meinung nach könnte diese wohl polarisierend sein.
Wie auch bei die letzten zwei Alben, Minutes to Midnight und A Thousand Suns, ist Rick Rubin wieder Produzent. Er sagte, dass es für den aktuellen Zeitpunkt in der Entwicklung im Vergleich zu den andern Alben einen bedeutenden Fortschritt gebe. Es werde sich typischerweise einmal in der Woche getroffen, um über Songs zu reden, die die Band entwickelt hat.
Außerdem verriet Bennington dem Rolling Stone im Juli, dass für weitere Alben ein 18-Monate-Rhythmus angestrebt werde und er erschreckt sein würde, wenn 2012 kein Album erscheinen würde. Es werde weiterhin neues Material produziert, auch während Tourneen.
Im März 2012 sagte Brad Delson, dass das Album für Mitte des Jahres geplant sei. Die Vorabsingle Burn It Down wurde am 16. April 2012 veröffentlicht.
Am 15. April 2012 gab Mike Shinoda auf seinem Blog bekannt, dass das Album Living Things heißen wird. Einen Tag darauf veröffentlichten sie das Albumcover und gaben auch bekannt, dass das Album am 26. Juni erscheinen wird. Das Album soll wieder mehr persönliche Themen ansprechen. Am 25. Juni wurde das Berliner Konzert aus dem Admiralspalast vom 5. Juni in einer Spezialübertragung in mehr als 500 US-Kinos gezeigt.
br> Am 12. September 2013 verkündeten sie das Erscheinen eines Remix-Albums mit dem Namen Recharged, das in Deutschland am 25. Oktober erschien. Darauf befinden sich Remixes von Songs aus Living Things, sowie der Titel A Light That Never Comes, den sie zusammen mit dem DJ Steve Aoki produzierten und als Vorabsingle veröffentlichten. Mike Shinoda sagte zwar, dass er ursprünglich nicht vorhatte nach Reanimation noch ein Remix-Album zusammenzustellen, dass die zahlreichen Neuinterpretationen die Band nun doch dazu bewegt hätten. Die Remixes auf Recharged reichen von House über Dubstep zu Hip-Hop Neuinterpretationen. Ebenfalls am 12. September erschien ihr Videospiel LP Recharge, über das ihre Fans die neue Single freispielen konnten.
The Hunting Party (seit 2013)

Als sechstes Studioalbum wird am 13. Juni 2014 The Hunting Party veröffentlicht. Ebenfalls im Sommer 2014 findet die Carnivores-Tour mit Thirty Seconds to Mars als Co-Headliner sowie AFI statt. Der Name leitet sich von Shinodas Meinung ab, dass Rockmusik heutzutage zu herbivorisch, also zu „soft, unbestimmt und gleichgültig“ geworden sei, was er gerne ändern wolle. Dementsprechend soll das Album auch das bisher „lauteste“ werden. Vor allem werden die Gitarren und das Schlagzeugspiel intensiviert. Der Sänger Page Hamilton (Helmet) und die beiden bekannten Gitarristen Daron Malakian (System of a Down, Scars on Broadway) und Tom Morello (Rage Against the Machine) liefern zudem Gastbeiträge. Nachdem zuletzt Rick Rubin dreimal Musikproduzent für Linkin Park war, wird diesmal Mike Shinoda selbst das Album produzieren.

Die Vorabsingle Guilty All the Same, die zusammen mit dem Rapper Rakim entstand, ist seit dem 7. März 2014 als Download erhältlich. Die zweite Single Until It’s Gone wurde am 6. Mai 2014 veröffentlicht, in Deutschland ist sie allerdings erst ab dem 30. Mai erhältlich.

Stil
Musik
Linkin Park setzten auf ihren ersten Alben hauptsächlich verschiedene Elemente aus Metal und Rap ein und brachten diese in Kontrast zu Pop-ähnlichen Melodielinien. Die Band versuchte diese unterschiedlichen Teile zu einer stimmigen Melange zu vermischen und wollte dabei keine einzelnen Aspekte in den Vordergrund stellen. Vielmehr war es laut Interviews Linkin Parks erklärtes Ziel, Hip-Hopper an Metal heranzuführen und umgekehrt.
Auf dem 2002er Album Reanimation finden sich dann auch fast ausschließlich Remixes von Kompositionen des vorigen Albums Hybrid Theory, was für den Rock-Bereich sehr unüblich ist. Es lassen sich weiterhin Einflüsse aus der elektronischen Musik ausmachen, verschiedene Kollaborationen mit Musikern aus anderen Bereichen erweitern das abgedeckte Spektrum noch. Im Rahmen von Intros und zur atmosphärischen Ausgestaltung ertönen klassische Einflüsse.
Dies erscheint weniger überraschend, wenn man die persönlichen musikalischen Vorlieben und Vorbilder der Band beachtet. Grundverschiedene Gruppen wie die Deftones, Nine Inch Nails, The Roots, Aphex Twin werden angeführt und Brad Delson zählt Depeche Mode zu seinen Vorlieben, was die Melodielastigkeit Linkin Parks zu erklären vermag.
Zwischen den älteren Alben und den Neueren ist ein deutlicher Stilunterschied festzustellen. Die Band begann mit harten Rhythmen, dominiert von E-Gitarren, wandte sich mit der Zeit aber immer mehr vom Metal ab, wurde weniger hart und elektronischer.
Texte und visuelle Gestaltung
Textlich drehen sich die Lieder zumeist um negative Gefühle, Beziehungskonflikte, innere Probleme und um den Kampf ihrer Bewältigung. Hierbei versuchen Instrumente und Gesang die jeweiligen Textpassagen stimmungsmäßig passend umzusetzen: Ruhige Abschnitte wechseln sich mit harten Stellen ab, die Sänger variieren zwischen melodischem Gesang, systematischem Rap bis hin zu wildem Geschrei. Einen gewissen Textanteil machen jedoch auch Rap-typische Liedtexte aus, welche den Lebensstil des Hip-Hop an sich thematisieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Nu-Metal-Bands wurde auf den ersten Veröffentlichungen der Band auf den Gebrauch von Schimpfwörtern vollständig verzichtet. Dies änderte sich mit dem Erscheinen von Minutes to Midnight, welches als erstes Linkin-Park-Album einen „Parental-Advisory“-Aufkleber bekam.
Die Band legt viel Wert auf die Gestaltung ihrer Musikvideos und der Grafiken für CD-Hüllen, Webauftritt, etc. und bringt sich dementsprechend produktiv im Entstehungsprozess ein. Eine Folge dessen ist die kreative Beteiligung der Fans am Gesamtbild der Band, z. B. durch umfangreiche Fan-Art.
Anleihen aus dem asiatischen Raum finden sich bei Videoclips in der Anlehnung an Videospiele, Animes und im musikalischen Bereich in der Verwendung von typischen Sounds und Samples, so zum Beispiel bei Breaking the Habit vom Album Meteora.
Erfolg
Kritik
Linkin Park vollzogen, beginnend mit der Veröffentlichung ihres Albums Hybrid Theory, einen steilen Aufstieg, der von Fans und Kritikern oft kritisch begleitet wurde.
Galt das Debütalbum noch als „gelungener Drahtseilakt zwischen Kunst und Kommerz“, der die Band auch für den Mainstream interessant machte, so ließen wegen des „offensichtlichen Pop-Appeals und der damit einhergehenden Hysterie pubertierender weiblicher Fans“ bei umjubelten Auftritten bei Top of the Pops und ähnlichen Formaten Vorwürfe, die Band sei nur ein weiteres kommerzielles Produkt für den Massenmarkt, nicht lange auf sich warten.
Eine starke Präsenz in Jugendmagazinen wie der Bravo führte dazu, dass der Musikgruppe schnell ein „Stigma der Boygroup des NuMetal“ anhaftete.
Mit Meteora brachten Linkin Park ein Album auf den Markt, das sich musikalisch kaum vom Vorgänger abhob und als „Nummer-sicher-Kopie … wie ein berechnetes Produkt“ anmutete und damit erneut „kommerziell wie nichts Gutes“ als auch „zu keiner Sekunde … künstlerisch wertvoll“ war. laut.de kategorisierte das Album als „Fastfood-Nu-Metal“, das Kritikern, die der Band Ausverkauf vorwarfen, in die Hände spielen würde.
Mit Minutes To Midnight soll die „Anbiederung an den Pop-Mainstream dramatisch“ ausgefallen sein. Die Lieder seien „schön radio- und kinderzimmertauglich“ und die „bis ins kleinste Detail glattgebürsteten Tracks“ als reiner „Wegwerfartikel“ zu verstehen.
Spiegel Online greift den vielfach zu vernehmenden Vorwurf „Dreck, weil zu kommerziell“ bezüglich des 2007er Albums Minutes to Midnight jedoch derart auf, als dass sie diesen Angriff auch schon für die beiden vorhergehenden Veröffentlichungen für begründet halten. Neider werden „ihr Feindbild in Linkin Park wieder bestätigt sehen, weil Massenkompatibilität und Authentizität für viele einen Gegensatz darstellen.“
Bandmitglieder
Chester Bennington
Chester Charles Bennington wurde am 20. März 1976 in Phoenix (Arizona) geboren.; von seinen Bandkollegen wird er auch als „Chazy Chaz“ bezeichnet.
Bennington stieß 1999 zu Linkin Park, als sie noch Hybrid Theory hießen, nachdem er zuvor bei Grey Daze gesungen hatte. Er gab daraufhin seinen Job als Kellner auf, um sich vollkommen auf die Band konzentrieren zu können.
Der Sänger der Band hat eine schwierige Kindheit und Jugend hinter sich, so wurde das Scheidungskind im Alter von elf Jahren sexuell missbraucht und soll als Außenseiter kaum positiven Kontakt zu Gleichaltrigen gehabt haben. Bennington flüchtete sich in Drogen und war schon bald Kokain- und Crystal-Meth-abhängig.
Im Alter von 20 Jahren heiratete Bennington seine Jugendliebe, zwei Jahre später wurde ihr gemeinsames Kind geboren. Im Frühjahr 2005 trennte sich das Ehepaar. Noch im selben Jahr heiratete der Musiker erneut, 2006 kam der gemeinsame Sohn zur Welt. Er hat insgesamt vier Kinder.
Chester Bennington ist heute das Aushängeschild von Linkin Park und hat viele insbesondere jugendliche Fans. Seine Popularität geht soweit, dass er schon als Starschnitt in der BRAVO vertreten war und für Paparazzi bedeutsam ist.
Im Jahre 2006 hatte Bennington im Film Crank einen Cameo-Auftritt. Dort verkörpert er die Figur eines Drogensüchtigen in einer Apotheke. Auch in der Fortsetzung Crank 2: High Voltage aus dem Jahr 2009 hat er einen kurzen Auftritt. Hierbei besteht seine Rolle darin, einen Zuschauer eines Pferderennens zu spielen.
Seit einiger Zeit arbeitet er wie Mike Shinoda an einem Soloprojekt, dieses trägt den Namen Dead by Sunrise und stellt, als Gegensatz zu Fort Minor welches die Rap/Hip-Hop-Variante darstellt, die Rock- und Metalkomponente von Linkin Park dar. Das erste Album mit dem Namen Out Of Ashes erschien am 9. Oktober 2009. Die erste Single Crawl back in erschien am 18. August 2009.
2008 verletzte sich Chester Bennington bei zwei Live-Auftritten, einmal brach er sich während einer Show den rechten Arm und am Ende des Jahres verletzte er sich so schwer am Rücken, dass die komplette Asien-Tour abgesagt werden musste. In einem Interview mehrere Monate nach seiner Rückenverletzung sagte Chester Bennington, dass er wohl nie mehr so aktiv auf der Bühne sein könne wie früher.
Am 19. Mai 2013 trat Bennington als Überraschungsgast bei einem Konzert der Stone Temple Pilots auf, die am 28. Februar bekanntgegeben hatten, dass sie sich von Sänger Scott Weiland getrennt hatten. Dabei spielten sie auch einen neuen Song, Out of Time. Am nächsten Tag wurde der Song auf der Website zum Download freigegeben. Daraufhin wurde bestätigt, dass Bennington Weiland als Leadsänger dauerhaft ersetzt. Es wurden auch ein neues Album und eine Tour in Aussicht gestellt. Laut Bennington habe sein Einstieg bei den Stone Temple Pilots jedoch keine Auswirkung auf seinen Verbleib bei Linkin Park, die zur selben Zeit ebenfalls an neuem Songmaterial arbeiten. Er werde künftig bei beiden Bands als Leadsänger fungieren. Die erste EP der Stone Temple Pilots mit Bennington als Leadsänger, High Rise, erschien 8. Oktober 2013.
Mike Shinoda
Mike Shinoda wurde am 11. Februar 1977 in Agoura (Kalifornien) geboren. Sein vollständiger Name ist Michael Kenji Shinoda, seine Spitznamen „Spike Minoda“, „Shinnizle“ und „The Glue“. Shinodas Mutter ist US-Amerikanerin russischer Abstammung, sein Vater ist japanischer Abstammung.
Nach dem Besuch der heimischen Highschool und des College absolvierte Shinoda ein „Illustration and Graphic Design“-Studium am Art Center College of Design in Pasadena, USA, um anschließend als Grafiker tätig zu sein. Deshalb übernahm er auch die Gestaltung der CD-Hülle sowohl für die Hybrid Theory EP als auch für das erste Album Hybrid Theory. Shinoda hat mit The Shinoda Imprint seine eigene kleine Plattenfirma.
Shinoda gründete ursprünglich zusammen mit Brad Delson, den er schon seit der siebten Klasse kannte, die Band Xero. Hauptsächlich ist Shinoda für die gerappten Strophen zuständig, gelegentlich spielt er die zweite Gitarre und steuert Keyboard-Linien wie zum Beispiel im Lied Numb bei. Auf Minutes to Midnight singt Shinoda erstmals ein komplettes Lied alleine.
Am 22. November 2005 erschien das erste Album von Shinodas Soloprojekt Fort Minor. Das Album mit dem Titel The Rising Tied wurde über die bandeigene Plattenfirma von Warner Music Machine Shop veröffentlicht.
2003 heiratete er die Kinderbuchautorin Anna Hillinger. Mit ihr hat er zwei Kinder.
2004 rief Shinoda ein Stipendium an der Art Center College of Design ins Leben. Es finanziert sich u. a. aus dem Verkauf seiner Arbeiten über seine Webseite. 2005 erschien das Debütalbum The Rising Tied seines Nebenprojektes Fort Minor. Es wurde von Jay-Z produziert, der zuvor an Linkin Parks Collision Course (2004) mitgearbeitet hatte.
2008 fand Shinodas zweite öffentliche Ausstellung Glorious Excess (BORN) im Japanese American National Museum in Los Angeles statt. Eine zweite Installation dieser Reihe (Glorious Excess (DIES)) folgte im Januar 2009.
Brad Delson
Bradford 'Brad' Phillip Delson wurde am 1. Dezember 1977 in Agoura (Kalifornien) geboren; er wird oft „Big Bad Brad“ oder kurz „BBB“ gerufen. Unter diesem Pseudonym schreibt er auch Autogramme.
Als Markenzeichen in der Band gelten seine voluminösen Kopfhörer, die er bei jedem Konzert trägt.
Delson ist – wie auch Rob Bourdon – gläubiger Jude und wuchs in einem behüteten Haus auf. Delson ist seit September 2003 verheiratet und hat einen Sohn.
Rob Bourdon
Rob Bourdon wurde am 20. Januar 1979 in Calabasas (Kalifornien) unter seinem vollen Namen Robert Gregory Bourdon geboren, sein Spitzname lautet „Bourdie“.
Zum Schlagzeug kam Rob Bourdon aufgrund seiner Begeisterung nach einem Aerosmith-Konzert, das er aus nächster Nähe betrachten durfte. Nebenbei beschäftigt sich Rob Bourdon privat auch mit dem Klavier. Den ersten Kontakt zu einem seiner heutigen Bandmitglieder hatte er mit Brad Delson, mit welchem er schon in der Band Relative Degree zusammen spielte.
Vor der erfolgreichen Zeit mit Linkin Park arbeitete Bourdon als Kellner.
David "Phoenix" Farrell
David Michael Farrell wurde am 8. Februar 1977 in Plymouth (Massachusetts) geboren, im Alter von fünf Jahren zog er nach Mission Viejo in Kalifornien, wo er später auf die anderen Bandmitglieder traf. Sehr häufig wird Farrells Spitzname „Phoenix“ benutzt.
Farrell spielt bei Linkin Park den Bass, beschäftigt sich in seiner Freizeit aber auch mit Violine, Cello und Gitarre. Seine ersten musikalischen Schritte unternahm er auf der Gitarre, welche ihm von seiner Mutter näher gebracht wurde. Rob Bourdon lernte David Farrell im Rahmen seiner ersten Band Tasty Snax kennen.
Auf dem ersten vollen Album Hybrid Theory ist Farrell nicht zu hören und auch auf der CD-Hülle nicht zu sehen, da er zu dieser Zeit sein Studium beendete. Nach einer Tour mit Tasty Snax und der Veröffentlichung des ersten Albums wurde er allerdings wieder Teil der Band und komplettierte sie somit.
David Farrell ist seit dem 28. Dezember 2002 verheiratet. Er konvertierte vom Katholizismus zum Protestantismus.
Joseph Hahn
Joseph Hahn wurde am 15. März 1977 in Glendale (Kalifornien) geboren, seine Eltern stammen aus Korea. Meist wird er nur „Joe“ genannt, in seiner Funktion als Produzent tritt er als „Mr. Hahn“, auf dem Album „Reanimation“ auch als „Chairman Hahn“ in Erscheinung.
Hahn ist in der Band als DJ tätig und sowohl für Samples als auch Scratches zuständig.
Wie Mike Shinoda war auch Hahn schon Teil der Band, als sie sich noch Xero nannten. Er führte Regie bei fast allen Videoclips der Band (u. a. von Hybrid Theory: In the End, Papercut, von Meteora: Faint, Breaking the Habit, From the Inside, von Transformers: Revenge of the Fallen - The Album: New Divide) und steuerte Spezialeffekte für Akte X und die Dune-Serie bei.
Hinweis:
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Quelle und Autorenliste: Wikipedia / Autorenliste
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