Giora Feidman
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4,6 Sterne, aus 85 Fan-Reports auf www.eventim.de
Giora Feidman (* 25. März 1936 in Buenos Aires) ist Klarinettist und Instrumentalsolist der Klezmermusik.

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Mittwoch 9 Jan 2019
Giora Feidman Sextett: Klezmer for Peace SPEYER Angebote ab ab 94,30 20:00 Uhr, Dreifaltigkeitskirche
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Biographie

Giora Feidman (* 25. März 1936 in Buenos Aires) ist Klarinettist und Instrumentalsolist der Klezmermusik.
Leben
Giora Feidman entstammt einer Familie von Klezmer-Musikern, deren Tradition er in der vierten Generation fortsetzt. Seine Vorfahren traten bei Hochzeiten, Bar Mitzwa-Feiern und anderen Feierlichkeiten im Schtetl des osteuropäischen Raums auf. Feidmans Eltern waren bessarabische Juden, die um 1905 wegen einsetzender Judenpogrome nach Südamerika auswanderten. Sein Vater war sein erster Lehrer. Das Orchester des Teatro Colón in Buenos Aires nahm Giora Feidman mit 18 Jahren auf. Zwei Jahre später ging er als Bassklarinettist zum Israel Philharmonic Orchestra, dem er 18 Jahre lang angehörte. Anfang der 1970er Jahre begann er seine Solokarriere als Klezmer-Musiker und zog nach New York. Gegenwärtig ist er vor allem in Deutschland tätig, dem er sich besonders verbunden fühlt. 1975 heiratete Feidman seine Managerin Ora Bat-Chaim.
1984 spielte er mit Esther Ofarim eine Hauptrolle in Peter Zadeks Inszenierung von Joshua Sobols Theaterstück „Ghetto“, was ihn und seine Musik in Deutschland bekannt machte. Auf seinen Konzertprogrammen stehen neben Klezmermusik auch George Gershwins Werke, Tangos aus seiner argentinischen Heimat und in den 2000er Jahren vermehrt sinfonische Musik zeitgenössischer israelischer Komponisten (Ora Bat Chaim, Betty Olivero) sowie klassische Klarinetten-Literatur wie Mozarts Klarinettenkonzert in A-Dur oder Bearbeitungen von Liedern Franz Schuberts. Mit dem Organisten Matthias Eisenberg geht er seit 2002 mehrmals im Jahr auf Deutschland-Tournee.
Auftritte in den deutschen Filmen „Jenseits der Stille“ von Caroline Link und „Die Comedian Harmonists“ von Joseph Vilsmaier sowie seine Mitwirkung bei John Williams oscargekrönter Filmmusik zu Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ (gemeinsam mit Itzhak Perlman) machten Feidman dem Filmpublikum Mitte der 1990er Jahre bekannt.
Das mit den Autoren Stephan Barbarino, Jan Linders und seiner Ehefrau, der israelischen Komponistin Ora Bat Chaim, erarbeitete Musiktheaterwerk „Nothing but music“ (2005) erzählt von Stationen seines Lebens. Das Werk hatte im Mai 2005 im Grand Théâtre de la Ville du Luxembourg Premiere, danach folgte eine große Europa-Tournee. Im März 2008 konnte das Stück am Teatro Franco Parenti in Mailand mit italienischen Schauspielern und der original Musiker-Besetzung in der Landessprache aufgeführt werden. Im Juli 2008 wurde die Aufführung zum renommierten Theater- "Festival dei due Mondi Spoleto" eingeladen und spielte dort im Teatro Romanum drei Vorstellungen.
Auf dem Weltjugendtag 2005 musizierte Giora Feidman vor etwa 800.000 Christen und Papst Benedikt während der Vigilfeier des 20. August. Feidmans stetige Bemühungen um die jüdisch-deutsche Verständigung und Aussöhnung gaben den Ausschlag für seine Berufung durch die Veranstalter und auch ausdrücklich durch den Vatikan und den Papst.
Neben dieser Veranstaltung trat Giora Feidman im Christlich-Jüdischen Kontext auch bei mehreren Evangelischen Kirchentagen, Katholikentagen und Ökumenischen Kirchentagen auf.
Auf dem Kreuzfahrtschiff Europa kam es 2010 während einer Konzertreise zu einer Begegnung mit den Gitanes Blondes. Feidman war nach dem gemeinsamen Konzert begeistert und tritt seitdem mit den vier Münchnern auf. Gemeinsam absolvierten der Solist und das Ensemble 2012 eine Deutschlandtournee. Im selben Jahr erschien die gemeinsame CD Giora Feidman & Gitanes Blondes "Very Klezmer".
Zitate
„Deutschland ist meine Heimat, überhaupt keine Frage. Ja, ja, ja. Ich bin Jude, aber wenn ich spiele, bin ich Musiker. Sie und ich, wir waren nicht beteiligt am Desaster der Vergangenheit. Warum sollten wir dafür büßen? Wir übernehmen die Verantwortung, wir arbeiten zusammen.“
– Giora Feidman
Ehrungen
Feidman erhielt jeweils 1997 und 2003 den deutschen Musikpreis ECHO KLASSIK in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“.
2001 ehrte Bundestagspräsident Wolfgang Thierse ihn in Berlin aufgrund seiner besonderen Verdienste als "großen Botschafter der Versöhnung" mit dem Großen Bundesverdienstkreuz.
Für sein jahrzehntelanges Engagement für die "Versöhnung zwischen den Kulturen", zwischen Judentum und Christentum, Deutschen und Juden sowie Generationen und Schichten mittels seiner Musik erhielt Giora Feidman den Internationalen Brückepreis für Völkerverständigung 2005.
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Quelle und Autorenliste: Wikipedia / Autorenliste